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Droht eine Strafbarkeit wegen Betrugs bei falschen Angaben?

Teilweise geben Nutzer von Abo-Plattformen bei der Anmeldung falsche Daten an und versuchen so anonym zu bleiben bzw. Forderungen zu entgehen.


    Falsche Angaben schützen nicht vor Vertragsschluss

    Eine Angabe von falschen Namen und/oder Adressdaten im Rahmen der Anmeldung erschwert zwar tatsächlich die Geltendmachung von Forderungen für die Plattformbetreiber, insbesondere da eine postalische Zustellung zunächst nicht möglich ist. Vielen Nutzern ist dabei jedoch nicht bewusst, dass die Gegenseite die Möglichkeit hat über eine IP-Daten-Ermittlungen und weitere Adressabfragen den konkreten E-Mail-/Anschlussinhaber und so die richtigen Daten zu ermitteln.

    Betrug durch Täuschung bei Registrierung

    Hier ist also Vorsicht geboten, da dies dann u. U. auch strafrechtliche Konsequenzen wegen des Tatbestandes des (versuchten) Betruges haben kann. Immerhin wurde aus Sicht des Plattformbetreibers versucht, die Identität zu verschleiern, um die Leistung ohne Zahlung der geforderten Gebühren in Anspruch nehmen zu können.

    Wirkung der Anfechtung

    Neben der Täuschungshandlung bedarf es jedoch für den Tatbestand des Betrugs auch eines Vermögensschadens. Durch eine erfolgreich durchgeführte Anfechtung der Forderung entsteht der Gegenseite aber rückwirkend bewertet kein Schaden, womit im Regelfall ein strafrechtlich relevantes Verhalten bzw. eine Verfolgung vermieden werden kann.

    Ein weiterer Ansatzpunkt könnte ein fehlender Vorsatz hinsichtlich des Vermögensschadens sein, wenn Sie davon ausgegangen sind, bei Anmeldung ein lediglich kostenloses Angebot in Anspruch zu nehmen und Ihnen die Abokosten nicht ersichtlich gewesen sind. An dieser Stelle bedarf es allerdings in der Regel einer konkreten Einzelfall-Bewertung.

    Gerne nehmen wir eine kostenfreie und unverbindliche Ersteinschätzung Ihres Falls vor.